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Editorial

Wann stirbt Search? Wir müssen reden!

Nein, Search, also das gewohnte Eintippen von Suchbegriffen in Suchmaschinen, wird nie sterben. Nie! An dieser Stelle habe ich schon öfter erwähnt, dass ich bereits im Studium gelernt habe, dass man das Wort „Nie“ sehr selten, sehr selektiv, aber am besten gar nicht verwenden sollte, wenn es um die technologische und soziologische Entwicklung geht. Und ich habe auch gelernt, dass der Flur der Geschichte der Wirtschaft voll mit dem Blut von Unternehmen ist, die ein „Nie“ als Vorfilter zur Auswahl für strategische Entscheidungen priorisiert oder auch nur zugelassen haben. Beispiele gibt es zuhauf.

Wahrscheinlich wird und könnte also auch Search irgendwann sterben? Daran habe ich keinerlei, absolut kein Jota an Zweifeln. Das selektive und notwendigerweise oft intensive Wühlen in von Unternehmen zusammengestopften, meist werblich getriebenen Aussagen zum Zusammenbau einer Antwort auf teils komplex(ere) Fragen ist selten effektiv, nie aber effizient. Effektiv ist es, wenn man die Lösung irgendwann findet, effizient wäre es, wenn dieser Weg der schnellste wäre. Ist er das? Sagen wir es gemeinsam: nein.

Seit der neuen Gemini-Version ist ein neuer Sheriff in der Suchstadt. Die Nutzung von OpenAI (ChatGPT) geht bereits spürbar zurück. Menschen sind Gewohnheitstiere, daher nutzt noch die Mehrheit, was sie wegen des bisherigen Vorsprungs gewohnt ist. Wer aufmerksam ist, kann jedoch beobachten, dass alle, die Gemini 3.0 – meist auf Empfehlung – ausprobiert haben, ganz schnell dorthin wechseln. Nutzen Sie noch ChatGPT, weil Gemini bisher zu viele Fehler machte, zu starrsinnig war und/oder zu arg am Kernthema vorbeiging? Dann folgen Sie doch mal meiner Empfehlung hier und probieren die neue Version aus. Ich habe das bereits kurz nach dem Erscheinen, beruflich und eher aus der für mich notwendigen Pflicht, „am Ball zu bleiben“, getan. Routine. Was soll ich sagen? Seither habt mich ChatGPT nicht mehr gesehen und meinen bezahlten Zugang behalte ich nur wegen der erwähnten notwendigen Pflicht … Erwartet hatte ich bei der Google-KI eine spürbare Verbesserung, wie wir es beim Einsatz neuer KI-Modelle bisher gewohnt sind. Aber das ist es nicht. Das ist gefühlt eine völlig neue Version und sie ist in weiten Teilen so gut, dass „Googeln“ nicht nur nicht mehr notwendig ist. Die Antworten sind um Welten besser, umfassender und individueller als die Top-Treffer in den Suchergebnissen. Wann habe ich zum letzten Mal gegoogelt? Ich habe die Historie meines Browsers durchgesehen und festgestellt, dass es exakt 18-mal in den letzten zwei Wochen war. Diese Zahl habe ich bisher oder früher wahrscheinlich in weniger als einer Stunde erreicht. Ich stelle erstaunt fest: Ich google (fast) nicht mehr. Ich nutze stattdessen immer häufiger Gemini. Meinem Vater, er ist über 80 Jahre alt und geistig fit, habe ich Gemini gezeigt. Seither nutzt auch er es als Ersatz zum Googeln. Und er ist begeistert. Sind das bereits schwache Signale für uns?

Was ist mit Ihnen? Machen Sie sich selbst ein Bild – für eine mögliche Aktualisierung Ihrer eigenen Einschätzung und um die Auswirkungen auf Ihr Business heller sehen zu können.

  • Erstverkaufstag: 10.02.2026
  • Autoren: Tobias Aubele, Martin Bahr, Alexander Beck, Felix Beilharz, Torsten Beyer, Thilo Büsching, Stephan Czysch, Selina Fuchs, Bastian Grimm, Stephen Holden, Wolfgang Jung, Elena Jung, Markus Kellermann, Bruno Löw, Rebecca Schwarz, Steffen Wals, Sarah Weitnauer, Vanessa Wurster, Theresa Zanker
  • Seiten: 100
  • Einzelverkauf: ab 13,90 EUR (+ Porto)
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