Tipp für Shopbetreiber: Kostenloser Traffic!

Anhand der enorm steigenden Nutzerzahlen ist Pinterest.com wohl keine Plattform mehr, die man ignorieren sollte oder darf, wenn man mit Online Marketing zu tun hat. Sie kennen Pinterest noch nicht? Dann wird es Zeit, sich vielleicht noch heute damit zu beschäftigen! Was ist das für eine Site, die es praktisch von Null in die 100 meistbesuchten Websites der Welt geschafft hat? Wie so oft bei Social Networks muss man genauer hinsehen, um Charme und Nutzen zu erkennen…

Pinterest ist nichts anderes, als eine Fotocommunity. Auf den ersten Blick. Man kann dort eigene Bilder hochladen (eher laaaangweilig) und Bilder von beliebigen Webseiten an“pinnen“ (eher spannend). So entsteht eine sich ständig aktualisierende Pinnwand von Bildern. Von meist schönen, ästhetischen Bildern. Was hat das mit Online Marketing zu tun? Das versteht man, wenn man bei Pinterest z. B. das Unterboard (unter Everything) „Women´s apparel“ anschaut.

Pinterest - Website Boosting

Pinterest Bereich Mode für Frauen

Klickt es? Ja genau! Dort pinnen Frauen (derzeit die überwiegende Mehrheit der Pinterest-Nutzer-innen) Dinge an, die sie mögen. Die Links hinter den Bildern führen nicht selten zu Online-Shops, wo man genau das eben betrachtete auch kaufen kann. Nutzer können Bilder „liken“, „repinnen“ oder auch kommentieren. Durch Re-pinning tauchen gepinnte Bilder immer wieder auf. In diesem speziellen Unterboard erkennt man recht schnell den Nutzen für alle, die mit Mode zu tun haben. Man pinnt optisch besonders gut wirkende Bilder aus den eigenen Shop bei Pinterest an und -wenn man den richtigen Riecher hat- führt das zur Weiterverbreitung und zur Verführung, in den Shop zu kommen.

Derzeit ist Pinterest vor allem in den USA (wie immer 😉 der Shooting Star – bei uns in Deutschland steigt die Nutzung allerdings ebenfalls kontinuierlich an. Das könnte dazu führen, dass Pinterest vielleicht zur größen „Affiliate“-Plattform für Shoppinganbieter wird – ohne dass man einen einzigen Cent für einen Klick bezahlen muss! Die Durchschlagskraft ist bei uns sicherlich noch nicht so stark wie in den USA und auch für unterschiedliche Branchen noch unterschiedlich stark. Durch die Möglichkeit, eigene Boards anzulegen und Bilder in unterschiedliche Pinterest-Rubriken abzulegen, kann man Bilder aber relativ gut bzw. passend zuordnen. Menschen sind bekanntlich visuell veranlagte Wesen und Pinterest konzentriert sich rein auf das Visuelle.

Wer schöne Bilder hat, sollte Pinterest daher bald mal ausprobieren. Als guten Nebeneffekt kann man die bei Pinterest gepinnten Bilder übrigens automatisch bei Facebook in die Timeline hinzufügen. Damit lassen sich daher auch gut durchdachte, plattformübergreifende Social-Media Kampagnen fahren. Das Verstecken der eigenen Pins vor den Suchmaschinen sollte man übrigens auf „off“ stellen, wenn man von Google & Co. gelistet werden möchte. Das Wording in den Settings ist nämlich leider etwas missverständlich.

Rechtlich ist das Ganz bei uns in Deutschland mal wieder nicht ganz unbedenklich. Als Shopbetreiber sollte man Bilder nur pinnen, wenn man auch die Rechte dafür hat. Die breite Nutzerschaft von Pinterest interessiert das freilich wenig. Was gefällt, wird gepinnt. Den Seitenbetreibern und oft auch Rechtinhabern (wenn identisch) kann das eigentlich nur Recht sein, denn letztlich führt es in der Regel zu (oft konversionsstarkem) Traffic. Die Bilder werden ja nicht für andere Zwecke „missbraucht“ (z. B. von Mitbewerben im Sinne eines Bilderklau), sondern nur auf einer anderen Plattform angezeigt und immer auch zur Quelle verlinkt.

Unser Tipp: Einfach mal in Ruhe ansehe und stöbern. Einen Wehrmutstropfen gibt es aktuell allerdings und das ist die Anmeldung. Die kann man nur machen, wenn man einen aktiven Twitter- oder Facebook-Account hat. Die Pinterestbetreiber wollen so Spammer weghalten und Massenanmeldungen vermeiden. Facebook missbraucht diese Art der Anmeldung allerdings derzeit dazu, seinen Nutzern via kleingedruckte „Hinweise“, die neue Timeline-Anzeige aufzuzwingen. Wer das nicht möchte, sollte sich am besten über den Twitter-Account anmelden.

In den USA haben einzelne Shopbetreiber über Pinterest eine Umsatzsteigerung von nahezu 400% erzielt. Worauf warten Sie noch?

 

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24 Antworten zu “Tipp für Shopbetreiber: Kostenloser Traffic!”
  1. Karol sagt:

    Und wieder ein Goldesel aus den Staaten. Na, warum nicht, klingt ja erstmal ganz witzig, wenn man mit der Zielgruppe was anfangen kann.

  2. Phil sagt:

    Auf jeden Fall eine nette und herrlich simple Idee, die es zu beobachten gilt. Für den deutschen Markt halte ich es allerdings noch für ziemlich uninteressant, weil die Plattform hier aus meiner Sicht noch keinerlei Reichweite hat. Bin gespannt, wann es da den ersten deutschprachigen Klon gibt.

    Das eine oder andere trendige Produkt bei Pinterest tauchte bei mir allerdings bereits in anderen Social Streams auf. Als Trendscout kann man die Plattform offenbar bereits gut nutzen.

  3. Gamo sagt:

    Den deutschen Clon gibt es schon: pinspire.de. Macht aber hauptsächlich mit negativen Schlagzeilen auf sich Aufmerksam. Wir waren von Beginn an bei Pinterest dabei, der durch Pinterest erzeugte Traffic hält sich aber, trotz hochwertiger Produktfotos und einigen „Lifestyle“-Produkten, eher in Grenzen. Es reicht nicht einfach nur Boards und Pins anzulegen, man muss auch selbst in der Community aktiv werden um Follower und Repins zu generieren. Nicht zu vergessen neben Facebook und Twitter auch einen „Pin it“-Button für Pinterest in den Shop einzubinden.

  4. Marc Nemitz sagt:

    Hallo,

    also ich wäre hier in Deutschland als Normaluser auch sehr vorsichtig mit der Nutzung von Pinterest.

    1. noch keine gute Trafficquelle
    2. Meistens werden ja keine Shopbilder gepinnt, sondern wieder Kinder, Katzen und LOL-Bilder. Dazu dass man dann nur das Bild sieht, der Traffic aber trotzdem beim Anbieter hängen bleibt und der User noch nicht einmal automatisch auf die Page geleitet wird, kann nur Ärger bedeuten.

    Für Leute aus der Branche toll, aber für den Rest sehr fraglich.

    mfG

  5. Weblift sagt:

    Ist der deutsche Clon nicht auch von den Samwer Brüdern?

  6. hust sagt:

    vom promny glaub ich 😉

  7. Tim Blicker sagt:

    Ich denke Pinterest eignet sich für den Modebereich sehr gut. Andere Bereiche haben es schon sehr schwer dort. Auch der Traffic von dort scheint sehr niedrige Conversion-Rates zu haben und ist daher nicht sehr viel Wert.

  8. Eren sagt:

    Für den Bereich eCommerce/Shopping sehe ich Pinterest nicht als eine signifikante Trafficquelle, sondern eher als eine Spielerei. Für den redaktionellen Bereich können sicherlich durch „Kinder, Katzen und LOL-Bilder“ zu mehr Zugriffen führen, aber mehr auch nicht. Pinterest ist (und bleibt meiner Meinung nach) eine nette Spielerei, mehr jedoch auch nicht.

  9. Christopher sagt:

    Spannend zu beobachten! Heute ein paar Monate nach dem Post ist der Pinterest-Hype wieder abgeebbt! Würde mich mal interessieren ob nach wie vor qualitativer Traffic (auch für deutsche Shops) aus Pinterest gewonnen werden kann.

    Gruß
    Chhristopher

  10. Clemens P. sagt:

    Pinterest scheint mir eher was für die Staaten zu sein. Deutsche Shops könnten nur profitieren, wenn sie digitale Waren anbieten und einen Ableger des Shops haben, der auf englisch geschrieben ist. Sonst bringt das nicht viel. Was versteht der Amerikaner schon von Deutsch? 😉

  11. Pintrest macht für den Verkauf nicht wirklich Sinn; selbst der Traffic den ich darüber generiert habe zahlt dummerweise oftmals die Rechnungen nicht. Also nicht wirklich eine Source für valide Käufer.

  12. Clemens P. sagt:

    In letzter Zeit ist Pinterest ganz schön präsent, wenn auch nur in Form von Werbung. Im WWW aber könnte man mit den richtigen Produkten auch den amerikanischen Markt ansprechen. Dafür sollte aber ein einzelnes Projekt gestartet werden, das nur für den US Markt konzipiert wurde und da hätten wir schon wieder die Rechnung, ob es sich bei solch einer Konkurrenz überhaupt lohnt.

  13. Mark(e)ting sagt:

    Pinterest ist extrem schnell gewachsen und hat mittlerweile seinen Zenit u.U. bereits überschritten. Babys, Mahlzeiten und Close-Ups machen gefühlte 90 Prozent der Bilder aus. Ein riesiges, aber eben doch auch sehr langweiliges Megamosaik aus trivialen Fotos. Klar kann man darüber Traffic generieren und vielleicht auch Kaufwünsche provozieren; aber dennoch: Pinterest ist vielleicht ein facebook-gleicher Hype, dessen Blase platzt, wenn man zuviel Hoffnung darauf setzt. Deshalb besser nicht als neues goldenes Kalb des Online-Marketings verehren. 😉

  14. Uwe sagt:

    Das mit den trivialen Bildern stimmt natürlich. Ob Pinterest helfen kann, Umsatz zu generieren, hängt allerdings – wie immer – vom eigenen Shop ab. Ob der Zenit von Pinterest überschritten ist oder nicht, ist letztendlich egal. Am Ende des Tages zählt jeder zuzätzlicher Euro!

  15. Ulrike sagt:

    Eine wirklich schöne und einfache Idee. Aber auf dem deutschen Markt ist es noch nicht so präsent. Kann mir aber vorstellen, dass es da noch viel Potenzial gibt. Bin gepannt, für welche Branchen es dann letztendlich sinnvoll ist. Bis jetzt ist es wohl ausschließlich für die Modebranche interessant.

  16. MU sagt:

    ich nutze Pinterest, doch mein Geschäft (Unternehmensberatung) ist nicht so sehr aufs Visuelle ausgerichtet. Somit kann ich leider nicht so gut den Goldesel melchen 🙁

  17. Markus Kopka sagt:

    Solche Seiten können eigentlich nur Nutzer mit viel Bildmaterial gebrauchen. Finde ich etwas schade. Bilder Transportieren einen ganze Menge, können aber nicht für alle Branchen eingesetzt werden.

  18. Alex sagt:

    Pinterest finde ich persönlich sehr Interessant.
    Viele dieser Fotos treffen genau meinen
    Geschmack und ich wundere mich immer öfter
    wie es Möglich ist das solch Ausgefallene
    Bilder von meiner Fantasie dort zu finden sind.
    Tolle Sache dieses Pinterest!

  19. Ulrike sagt:

    Ich denke auch, dass Pinterest im Moment kaum Auswirkungen auf deutsche Shop-Betreiber hat. Dafür ist es einfach noch zu klein im Web 2.0. Aber wenn man bedenkt, wie schnell es verhältnismäßig gewachsen ist, kann man noch viel rausholen, also Großes erwarten. Denn die Idee dahinter, wie es im Artikel beschrieben wird, ist denkbar einfach und ebenso genial. Ich würde Pinterest noch ein wenig Zeit geben, sich in Deutschland zu etablieren. Allerdings ist es dann wirklich NUR für Onlineshop-Betreiber eine nützliche Gelegenheit. Schauen wir mal, wie sich die Dinge so entwickeln.

  20. RockerJocke sagt:

    Ich finde es sicherlich eine schnucke idee allerdings ist es doch da ehr der USA Markt den man versucht nach Deutschland zu locken. Habe auch mal gehört das man bei Pintrest einen DoFollow Link generieren kann

  21. Ralf sagt:

    Pinterest wird auch DE immer spannender. Aber auf unterschiedlichen Ebenen! Zum einen kann man schön zahlreiche Deeplinks generieren. Zum anderen ist der Shareeffekt (bei wenigen Themen wie Mode (!) oder Catcontent durchaus für Traffic und weitere Deeplinks gut ;o) Natürlich nur für die, die auch NoFollowlinks zu schätzen wissen…
    Spannend wird es allerdings auch, wenn über Pinterest Motive gefunden, und die ursrüngliche Quelle beispielsweise über Blogs oder Faithbook etc. geteilt wird!

  22. Joe sagt:

    Naja, wenn sogar Verpackungsshops (z.B. http://happypac.de/) auf Pinterest unterwegs sind, ist es vlt. nicht ganz verkehrt… bei uns benutzen wir Pinterest vor allem zum Submission Link Building.

  23. Hallo Herr Fischer,

    ich habe mir das Buch „website boosting 2.0“ zugelegt.
    Leider ist es schon ein wenig veraltet.
    Können Sie mir eine Empfehlung geben, wo ich web blogs finde?
    Denn Google blog suche gibt es nicht mehr.

    Mfg
    immanuel peters

  24. ensure pool sagt:

    my website

    blog topic

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